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DruckenVeröffentlicht am 07.05.2009 von Marc Weber

Fachartikel

Self-Branding – Ich als Marke und wie ich mich richtig positioniere

Wir Menschen besitzen die Gabe uns gegenseitig sehr gut analysieren und einschätzen zu können. Hierfür lesen wir Mimik, Gestik und viele andere Dinge im Verhalten unseres Gegenübers.

Doch wenn es darum geht das eigene Verhalten objektiv einzuschätzen sind die meisten Menschen miserabel.

Ebenso wie jede Marke, so ist auch jede Person mit Erfahrungen und Erwartungen anderer gefüllt. Jede Handlung, die von anderen in irgendeiner Weise wahrgenommen wird trägt zu unserem Image bei. Bei Prominenten ist uns das klar, bei uns selbst jedoch verdrängen wir oft die langfristigen Auswirkungen auf unser Image.
Hier greift das Self-Branding. Um sich vor sich selbst transparent zu machen und das eigene Image zu verändern bzw. zu behalten, sollte man einigen Tipps folgen:

Ist-Analyse:
Sinnvollerweise sollte man erst einmal in Erfahrung bringen, wie man aktuelle als Marke „positioniert“ ist. Dies kann von Person zu Person schwanken, deshalb ist es sinnvoll Leute aus verschiedenen Kreisen zu bitten 3 Begriffe zu nennen, die einen selbst beschreiben.
So kann man sich eine Übersicht erstellen, wie man in welchen Kreisen wahrgenommen wird. Auf Basis dieser Informationen kann man nun erkennen, welche Umstände und Verhaltensweisen zu welchen Image geführt haben. Als Freelancer könnten z.B. Begriffe fallen wie Kompetent, Freundlich, Kreativ. Natürlich werden meistens keine schlechten Begriffe fallen. Trotzdem sollte man die Leute darum bitten objektiv und auch kritisch zu urteilen.

Zielsetzung bzw. Neupositionierung:
Nach der Ist-Analyse weiß man nun wo man steht und wie man wahrgenommen wird. Vorausgesetzt man ist damit unzufrieden, ist wie bei einer Neupositionierung einer Marke, eine Veränderung des eigenen Images notwendig. Hier sollte möglichst genau definiert werden, wie das neue Image wirken soll. Auf die Freunde möchte man vielleicht hilfreich, freundlich und interessant wirken. Im Arbeitsleben dagegen kompetent, flexibel und verlässlich.

Strategie und Umsetzung:
Um eine Strategie hinsichtlich der Zielführung zu entwickeln, muss man sich im Klaren sein, welche Signale man auf wen aussendet. Sämtliche Kontaktpunkte mit den jeweiligen Personen sollte man sich vor Augen führen. Welche Klamotten trage ich, welche Gegenstände führe ich mit mir, worüber erzähle ich usw. …
Dementsprechend sollte man sich darüber Gedanken machen, welches Detail welches Signal aussendet. Darauf basierend kann man dann entscheiden welche Dinge man gegenüber wem besser unterlässt.

Controlling:
Wie in allen Prozessen, sollte auch beim Self-Branding ein Controlling stattfinden. Das heißt natürlich nicht mehr, als dass man sein Verhalten ab und zu beobachtet und nachträglich analysiert.

Fazit:
Natürlich muss man sich nicht in etwas verwandeln, das man eigentlich nicht ist. Doch da man sich höchstwahrscheinlich nur positive Eigenschaften als Positionierungsziel setzt, kann man getrost versuchen sich daran anzunähern. Self-Branding ist hierfür eine geeignete Variante um möglichst Strukturiert an einem selbst zu arbeiten.
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